Defined-Benefit vs. Defined-Contribution-Modell

Autor: ihr-rentenplan.de 19. April 2010 - 14:40

Bisher stand für deutsche Firmen bei Betriebsrenten die Auszahlungssicherheit im Vordergrund. Mit Defined-Contribution steuert das Unternehmen seine Beitragshöhe - und lässt den Markt die Auszahlungshöhe bestimmen.

Wenn es um die Betriebsrente ging, haben deutsche Unternehmen bisher vor allem nach dem Defined-Benefit-Prinzip gearbeitet. Das heißt, der Mitarbeiter hat auf seine eingezahlten Beiträge eine festgelegte und garantierte Rente (Benefits) erhalten. Dieses Prinzip hat sich vor allem für den sicherheitsbewussten Mitarbeiter ausgezahlt, oft aber nicht für das Unternehmen. Denn wenn die Jahre schlecht waren oder eine große Zahl von Mitarbeitern in den Ruhestand eingetreten ist, musste das Unternehmen oft aus den laufenden Kosten heraus in den Rententopf nachschießen.

Defined-Contribution steuert die Beitragshöhe

Aus den USA kommend setzt sich auch hier mehr und mehr das Defined-Contribution-Modell durch. Der Unterschied: Das Unternehmen leistet einen festen Beitrag zur Betriebsrente (Contribution), allerdings wird keine Auszahlung in einer bestimmten Höhe garantiert. Diese richtet sich vielmehr nach der aktuellen Situation auf dem Aktienmarkt. Defined-Contribution hat den Vorteil, dass das Unternehmen nicht durch garantierte Rentenleistungen selbst in die Kostenfalle gerät und ständig nachschießen muss. Die Arbeitnehmer hingegen können sowohl Gewinner als auch Verlierer des neuen Modells sein. Entwickelt sich das Portfolio positiv, können sie mehr Rente mitnehmen. Ist die Aktienentwicklung dagegen negativ, bleiben im Rentenalter eventuell nur die eingezahlten Eigenbeiträge übrig.

Mischung der Anteile vermeidet hohes Risiko
Wer nicht auf volles Risiko gehen möchte, kann die Anteile mischen, so wie es heute bereits in vielen privaten Rentenverträgen angeboten wird. Für junge Mitarbeiter kann so vor allem in Aktien investiert werden, für Ältere kommen hauptsächlich Rentenpapiere in Frage, so dass im Rentenalter niemand ohne Erträge dasteht.