Hinzuverdienst bei Witwenrente

Autor: ihr-rentenplan.de

Von der Witwenrente alleine können die meisten nicht leben. Viele Witwen und Witwer müssen arbeiten und sind auf ihren Hinzuverdienst angewiesen.
 
Doch wie viel darf hinzuverdient werden, ohne die Höhe der Witwenrente zu beeinflussen?
 
Es gilt den festgesetzten Freibetrag zu berücksichtigen. Lesen Sie deshalb auf der Seite „Freibetrag bei Witwenrente“ nach, wie hoch dieser zur Zeit angesetzt ist. Der Betrag wird jedes Jahr aufs Neue den allgemeinen Einkommensentwicklungen angepasst.
 
Ist dieser Freibetrag überschritten, wird das auf Ihre Witwenrente angerechnet. Doch nicht alles wird angerechnet. Es wird lediglich der den Freibetrag überschreitende Betrag zu 40 Prozent angerechnet. Verdient die Witwe oder der Witwer zu viel, kann die Witwenrente gekürzt und in Extremfällen sogar ganz wegfallen. Ausnahme ist hier das Sterbevierteljahr, in dem die Witwenrente nicht gekürzt wird.
 
Welche Einkommensarten sind anrechnungspflichtig? Seit dem 01.01.2002 sind nahezu alle Einkommensarten anzurechnen. Ausnahmen sind die meisten steuerfreien Einnahmen und Einnahmen aus der Altersvorsorge, soweit sie steuerrechtlich gefördert worden sind. Es folgt eine Auflistung aller anrechnungspflichtigen Einkommen:
 
Arbeitsentgelt, Arbeitseinkommen, Dienstbezüge, Vorruhestandsgeld, Renten der gesetzlichen Rentenversicherung, Verletztenrenten aus der gesetzlichen Unfallversicherung, Ruhegehalt, Renten der berufsständischen Versorgung, Zusatzrenten der öffentlich-rechtlichen Versicherungs- und Versorgungseinrichtungen, Betriebsrenten, Private Versorgungsrenten, Höherversicherungsanteile aus einer Versichertenrente der gesetzlichen Rentenversicherung, Krankengeld und Arbeitslosengeld, Verletztengeld, Mutterschaftsgeld, Übergangsgeld und Vermögenseinkommen wie zum Beispiel Einkünfte aus Kapitalvermögen, Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung und Einnahmen aus Versicherungen.
 
Nicht anrechenbare Einkünfte sind zum Beispiel: Renten von Todes wegen und Leistungen der Hinterbliebenenversorgung (Ausnahme ist die Erziehungsrente), Sozialhilfe, Leistungen der Grundsicherung ab frühestens 01.07.2003 und Arbeitslosengeld II.

Banner 468x60