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Das Familienministerium veröffentlicht den Fünften Altenbericht der Bundesregierung

Vor einigen Wochen hat der geheime fünfte Altenbericht der Bundesregierung noch für viel Aufsehen gesorgt. Jetzt liegt er vor - und bleibt doch unbeachtet.


Letzte Aktualisierung dieses Artikels: 19.07.2006, 13:17 Uhr
Autor: Sascha Lueken

12. Juli 2006 - Eine große deutsche Tageszeitung brachte vor einigen Wochen den Clou zur Rentenreform: Der fünfte Altenbericht, verfasst von einer unabhängigen Expertenkommission, soll offenbar schon im vergangenen Jahr vor möglichen Folgen einer Rentenreform gewarnt haben. So wurde der Bericht zunächst einige Monate lang von der alten Regierung zurückgehalten und nach der Wahl dann vom Ministerium Ursula von der Leyens.

Seit einigen Tagen liegt das brisante Papier - 526 Seiten stark - nun vor, Reaktionen darauf bleiben aber weitgehend aus. Dabei findet der Leser alles so vor wie von der BILD-Zeitung beschrieben. Auf Seite 95 finden sich wortgetreu die Zeilen, die Stein des Anstoßes waren: "Eine generelle Heraufsetzung des abschlagfreien Rentenalters - wie vielfach vorgeschlagen wird - hält die Kommission aus mehreren Gründen nicht für zielführend."

Dies ist zum einen auf die geringe Anzahl der Beschäftigten zurück zu führen, die schon heute bis zum 65. Lebensjahr arbeiten. Zum anderen seien viele Beschäftigte körperlich und gesundheitlich überhaupt nicht in der Lage, ihre Arbeit bis zum Rentenalter auszuführen, so der Altenbericht weiter. "Die Kommission hält es für sinnvoll, differenzierte Lösungen - auch unter Berücksichtigung erwerbsgeminderter Personen - einzuführen."

Die zu diesen differenzierten Lösungen gehörende Privatrente erwähnt der Bericht nur an einer Stelle, bei den Entwicklungen der Nettorente. Demnach erreicht ein 1965 Geborener bei voller Ausschöpfung der Zuschüsse zur privaten Altersversorgung eine höhere Nettorente als ein 1945 Geborener. Unveränderte Bedingungen vorausgesetzt also ein gutes Zeichen für alle Riestersparer.

Link: Der fünfte Altenbericht zum Download auf der Webseite des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend






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