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Der 5. Altenbericht der Bundesregierung sorgt für Diskussionsstoff

Kaum ist die Diskussion um die Rente mit 67 abgeebbt, droht der Regierung in Form des 5. Altenberichts Unbill aus dem eigenen Hause.


Letzte Aktualisierung dieses Artikels: 19.07.2006, 13:19 Uhr
Autor: Sascha Lueken

21. Juni 2006 - Der bereits im August letzten Jahres vorgelegte 5. Altenbericht der Bundesregierung widerspricht offenbar den Reformvorhaben der großen Koalition. Auslöser der neuen Debatte war die Bild-Zeitung, die offenbar über Auszüge des noch unveröffentlichten 5. Altenberichts verfügt: "Eine generelle Heraufsetzung des abschlagfreien Rentenalters hält die Kommission aus mehreren Gründen nicht für zielführend", so die Zeitung. Die Rentenexperten der beauftragten Kommission kritisieren weiter die Hoffnung auf einen "Selbstlauf der Dinge", die mit der Erhöhung in Kauf genommen würde. Der 5. Altenbericht scheint für die Bundesregierung offenbar unangenehm zu werden.

Hintergrund: Der 5. Altenbericht der Bundesregierung

Zur Klärung verschiedener gesellschaftsrelevanter Fragen beauftragt die Bundesregierung regelmäßig Expertenkommissionen. So auch in diesem Fall: Bereits die letzte Regierung hatte den Bericht zum Thema "Potenziale des Alters in Wirtschaft und Gesellschaft" in Auftrag gegeben. Die elfköpfige Kommission aus Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern hat sich mit fünf zentralen Leitbildern auseinander gesetzt:

  • Mitverantwortung
  • Alter als Motor für Innovation
  • lebenslanges Lernen
  • Nachhaltigkeit und Generationensolidarität sowie
  • Prävention

Die Ergebnisse wurden der Regierung im August des vergangenen Jahres vorgelegt und seitdem vom Bundesfamilienministerium unter Verschluss gehalten. Der 5. Altenbericht ist also längst fertig, bleibt aber in der Schublade. Mit dem Vorstoß der Bild-Zeitung fordern allerdings jetzt auch Oppositionspolitiker die Veröffentlichung der Studie.

Nach Informationen des Handelsblattes hat das Familienministerium eine Beschäftigung mit dem 5. Altenbericht für Anfang Juli angekündigt. Nicht reformkonforme Empfehlungen der Kommission könnten ein Wiederaufflammen der Diskussion über die Altersvorsorge zur Folge haben.






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