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Die Grundlage der privaten Altersvorsorge - Kapitaldeckung statt Umlagefinanzierung

Demographischer Wandel - dieser Begriff fällt häufig wenn es um zusätzliche Altersvorsorge geht. Doch was steckt eigentlich dahinter? Und welche Bedeutung hat dies für die private Altersvorsorge?


Letzte Aktualisierung dieses Artikels: 28.07.2006, 16:19 Uhr
Autor: Sascha Lueken

Die Umlagefinanzierung der staatlichen Altersvorsorge

Die gesetzliche Rente kommt aus keinem Topf - das ist der Schlüssel, der das Schloss zum Dilemma der gesetzlichen Altersvorsorge öffnet. Es gibt tatsächlich keinen Topf für die gesetzliche Rente, oder, um es mit der so genannten Mackenrothschen These auszudrücken, aller Sozialaufwand muss immer aus dem Volkseinkommen der laufenden Periode gedeckt werden (diese These ist übrigens nicht neu, der Soziologe Gerhard Mackenroth hat sie bereits in den frühen fünfziger Jahren aufgestellt).

Für den einzelnen Beitragsleistenden in der gesetzlichen Rentenversicherung heißt das: Er bekommt - gehaltsabhängig - immer nur denjenigen Rentenbetrag ausgezahlt, der im laufenden Haushalt vom Parlament verabschiedet wird. Seine eingezahlten Beiträge wurden nämlich nicht für ihn selbst angespart, sondern sofort an die damalige Rentnergeneration ausbezahlt. Wie viel oder wenig man selber in die gesetzliche Rente einbezahlt hat, hat also eigentlich, rein finanziell gesehen, überhaupt keine Auswirkung auf die Höhe der eigenen Rente.
 
 
Die Kapitaldeckung der privaten Altersvorsorge 
 
An dieser Stelle greift die private Altersvorsorge ein, hier liegt auch ihr Sinn begraben. Denn die private Altersvorsorge unterliegt nicht dem öffentlichen Haushalt eines jeden Jahres, sie ist tatsächlich ein Topf, in den der Einzelne seinen Beitrag leistet. Auch das Interesse des Staates ist hier erkennbar: Der Einzelne leistet unter Konsumverzicht zum aktuellen Zeitpunkt einen Beitrag, um im Alter seine Konsumfähigkeit zu erhalten. So weiß der Staat bei einer stabilen privaten Sparrate, dass zum Renteneintritt der jetzigen Beitragszahler eine gewisse wirtschaftliche Leistungsfähigkeit gegeben ist.

Welche Möglichkeiten es für die private Altersvorsorge gibt, erfahren Sie auf den nächsten Seiten.
 





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