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Die Probleme der gesetzlichen Rentenversicherung

Die gesetzliche Rente steckt seit vielen Jahren in der Krise - zu lange hat die Politik die Augen vor absehbaren Problemen verschlossen.


Letzte Aktualisierung dieses Artikels: 28.07.2006, 12:23 Uhr
Autor: Sascha Lueken

Die Probleme der gesetzlichen Rentenversicherung sind vielfältig, letztendlich läßt sich die Problematik aber einfach zusammenzufassen: zu wenig Beitragszahler müssen zuviele Renten finanzieren. Das liegt im wesentlichen an folgenden Punkten:

  1. Der demographische Faktor: Gemeint ist damit, dass immer weniger Kinder, sprich zukünftige Beitragszahler, geboren werden, auf der anderen Seite aber die Lebenserwartung der Rentner immer höher wird. Das bedeutet immer weniger Einnahmen bei ständig steigenden Ausgaben.

  2. Hohe Arbeitslosigkeit: In die Rentenkasse zahlen nur Arbeitnehmer ein, die einen Job haben - Arbeitslose können dies natürlich nicht. In Zeiten hoher Arbeitslosigkeit verschiebt sich das Verhältnis von Einzahler zu Rentnern also noch weiter ins Negative.

  3. Generationenvertrag: Diese Probleme entstehen, weil ein Beitragszahler nicht seine eigene Rente finanziert, sondern die der jetztigen Renter. Später wird seine Rente dann wiederum von der nachfolgenden Generation aufgebracht. Ein Beitragszahler baut also kein eigenes finanzielles Vermögen auf, sondern muß darauf vertrauen, dass die nachfolgende Generation in der Lage ist, seine Rentenansprüche zu finanzieren.

Das Rentenniveau, so schätzen Experten, wird aus diesen Gründen voraussichtlich von derzeit ca. 70 Prozent auf bis zu 60 Prozent im Jahr 2030 absinken. Die eigene private Vorsorge wird somit immer wichtiger.

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