Nach dem letzten Skandal um die Sexparty der Ergo-Tochter Hamburger-Mannheimer, stehen dem Unternehmen neue Probleme ins Haus.
Wie das Handelsblatt berichtete, soll die Hamburg-Mannheimer mit fehlerhaften Rentenverträgen die Kunden um bis zu 160 Millionen Euro geschädigt haben. Noch vor kurzem hat die Ergo diesen Fehler zurückgewiesen. Doch mittlerweile wurde eingeräumt, dass im Jahr 2005 fehlerhafte Antragsformulare verwendet worden seien.
Betroffen sind die Kunden, welche die sogenannte Kaiser-Rente abgeschlossen haben. Dem Handelsblatt zufolge seien in den Jahren 2005 und 2006 ca. 215.000 Verträge dieser Form abgeschlossen worden. Bei einem Drittel wären in den Angeboten die Kosten geringer ausgewiesen, als nachher in den Verträgen. Auf diese Weise sei ein Durchschnittskunde, der einen Monatsbeitrag von 80 Euro zahlt, um 2.300 Euro schlechter gestellt worden als angeboten.
Das Handelsblatt schätzt, dass zwischen 70.000 und 100.000 Kunden von diesem Fehler betroffen seien. Ernüchternd ist ebenfalls die Tatsache, dass das Unternehmen von diesem Fehler seit 2009 wusste, der Fehler jedoch nur bei den Kunden behoben wurde, die ihren Schaden selbst bemerkt hätten.
Die betroffenen Kunden hätten nun Anspruch auf höhere Leistungen, als in der Police enthalten.
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